Produktionen

„Stille Helden“ Warum werden Menschen mutig?

Theater-Feature© über die Verfolgung und Rettung von Juden in Deutschland 1933 – 1945

Premiere: 5. März 2011 im JugendKulturZentrum PUMPE

Spielbereit: bis Dezember 2013

Produktion:
Projektgruppe "Stille Helden"
Regie / Dramaturgie:
Anne Zühlke und Stephan Weßeling
Bühne- u. Kostümbild:
Anton Lukas
Videografie:
Annette Witt
Wissenschaftliche Beratung:
Dr. Beate Kosmala und Barbara Schieb (Gedenkstätte Stille Helden Berlin)
Spiel:
Tabea Colbow / Arife Yalniz / Zahra Riaz / Laura Gärtner / André Heinz / Aaron Kamil Jaron / Ibrahim Toy / Elena Alter / Sarah Fenske / Lucie Arndt / Salome Hüfken / Larissa Zeigerer / Hoda El Sharkawy

Zum Stück

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen
Berlins setzte sich seit April 2010 mit den Schicksalen von verfolgten Juden und ihren Helfern und Rettern auseinander.

Was können uns diese Menschen erzählen? Was können wir möglicherweise von ihnen lernen? Was hat Menschen dazu gezwungen, in den Untergrund zu gehen? Was hat andere Menschen dazu bewogen, sich dem diktatorischen Wahnsinn entgegenzustellen? Sie alle, Verfolgte wie Helfer, verbindet wohl eines: Mut.

Aus Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, mittels Recherchen
in der Gedenkstätte Stille Helden, in Büchern, Zeitschriften und dem Internet entstand dieses Theater-Feature©. Es besteht aus zwei Teilen: einer Präsentation und einem Gespräch zwischen Publikum und Akteuren. Neben der Beschäftigung mit der spannenden Thematik suchen wir nach anderen Darstellungsmöglichkeiten geschichtlicher und politischer Inhalte. Dabei spielt die aktive Mitarbeit aller Beteiligten eine wesentliche Rolle. Wir suchen nach interessanten Wegen der Vermittlung von historischen Daten, Fakten und Ereignissen mit handlungsorientierten, emotional-affektiven Methoden und Ästhetiken.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für ihre Bereitschaft, mit uns über ihre Erinnerungen zu sprechen. Und wir danken Ihnen sehr für die Erlaubnis, Fotos und Interviewausschnitte im Theater-Feature© verwenden zu dürfen:

Inge Deutschkron, Dr. Eugen Kahl, sowie Franz und Petra Michalski. Darüber hinaus verdanken wir Gisela Faust wertvolle Informationen, sowie Margot Friedländer, deren Buch „Versuche, dein Leben zu machen“ ein wichtiger Projektanstoß war. Bei einer unserer letzten Proben hatten wir außerdem das Glück, die Tochter von Alice Löwenthal, Frau Eva Nickel kennen zu lernen. Sie lebt in Berlin und hat uns dankenswerter Weise Fotos zur Verfügung gestellt und ergänzende Informationen zu ihrer Mutter gegeben.


Die "Gedenkstätte Stille Helden":
„Die Gedenkstätte Stille Helden erinnert an jene Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden beistanden. Das Beispiel der vielfach als "Stille Helden" bezeichneten Helferinnen und Helfer zeigt, dass es auch im nationalsozialistischen Deutschland Möglichkeiten gab, Verfolgte zu retten. Auch in den deutsch besetzten Gebieten fanden einzelne Deutsche trotz des Risikos den Mut, ihre Handlungsspielräume hierfür zu nutzen. Die Dauerausstellung informiert über die Verfolgung und die Zwangslage der Juden angesichts der drohenden Deportationen, über den Entschluss einzelner von ihnen, sich durch Flucht in den Untergrund der tödlichen Bedrohung zu widersetzen, sowie über das Handeln und die Motive der Frauen und Männer, die ihnen halfen. Dabei werden nicht nur geglückte Rettungen, sondern auch gescheiterte Rettungsversuche dokumentiert.“

(Text: www.gedenkstaette-stille-helden.de, 2010 )


Lilli Michalsik, Franz, Erna Scharf 1939

Lilli Michalsik, Franz, Erna Scharf 1939

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