Produktionen

WINDFANG 03

"DIE SCHEISSMASCHINE, ODER: DIE ETWAS ANDERE BLÜTENLESE"

Regie / Dramaturgie:
Anne Zühlke
Spiel:
Stephan Weßeling und ein geheimnisvoller Gast
Termin:
Januar 2020. Der genaue Termin folgt.

Zum Stück

Unsere Garantie:
Bei uns brauchen die Gedichte für nichts anderes einzustehen, als für sich selbst. Damit sind sie unmittelbar zu erfassen in ihrer sinnlichen Qualität – ihrer Rhythmik, Strophik, Melodik...

Ort:
Daktylus e.V.
Schleiermacherstr. 12 (SMS 12)
10961 Berlin
Tel: 030 / 83289121
Mail: kontakt@theater-daktylus.de

... Wir prüfen die Gedichte auf ihre aktuelle, auch individuelle Brauchbarkeit. Lassen sie sich verführen, etwas anzufangen mit den Gedichten, statt sie nach verblichenen Bedeutungen und gestrigen Wirklichkeitsbezügen abzufragen. Wir laden sie ein. Erleben sie, was ihnen und uns blüht...

WINDFANG
Die neue Veranstaltungsreihe des Daktylus e.V. stellt literarische und musikalische Feinheiten in den Mittelpunkt, die uns im großstädtischen Getümmel vielleicht nicht auf den erstem Blick auffallen.

WINDFANG
Das kleine Foyer eines Hauses | Laut Jägersprache die Nase eines Wildtieres | Ein Gerät zur Stromerzeugung durch Windkraft | Eine locker hängende Gardine | Eine Aktion der Schildbürger | Ein schamanisches Utensil | Der Name eines schnellen Indianer-Pferdes | Scherzhafte Bezeichnung für eine Windel | Dichtes Laubwerk an Bäumen | Ein Manöver beim Segelfliegen...


Zur Inszenierung

Neulich sagte mir jemand: Heute wollen alle Gedichte schreiben, doch niemand will sie lesen. Und weiter sagte er: Gedichte sind seltsam unbeliebt. Gedichte sind machmal klein, manchmal leicht, schwer, elend lang, selten komisch,riesig groß, sehr oft völlig unverständlich. Gedichte können auch wie kleine Überraschungseier sein. Sie sehen von weitem lecker aus, aber ich weiß nicht wirklich, was drin ist und ob das für mich das Richtige ist. Gedichte sehen manchmal harmlos aus. Sind sie aber nicht. Einige von ihnen wurden Kirchenlieder, Nationalhymnen oder Marschtexte. Gedichte sind altmodisch..." Von mir aus, gab ich zur Antwort. So wie Butter, Wein, Sex oder Spazierengehen...?
Gedichte, machte er weiter, sind manchmal leider wirklich nur so und so. Wie alles, sowieso. Ein Gedicht kann auch ein Anfang sein. Ein Gedicht kann sich zuerst anfühlen wie ein Erfrischung, dann wie unter der Dusche, dann wie im Lieblingsmeer, dann wie ein Schmerz und dann…

Gedichte sind eben bunt, sagte ich. Sie lieben alle Farben. Am liebsten sind ihnen natürlich Blau und Grün. Rot ist nur als Fleck erlaubt. Und Gelb? ...

Das finden Sie jetzt alles grad mal gar nicht?
Für Sie sind Gedichte einfach nur fremd? Na prima, eine wunderbare Gelegenheit sich kennenzulernen (ja, gegenseitig), sich anzufreunden womöglich.

Ein Gedicht ist jedenfalls etwas, es hat etwas. Bemerkt etwas. Es fliegt mit offenen Augen wie eine liebe Drohne. Hat aber auch Zünder. Und wenn es explodiert, fliegen die Samen vor uns her. Um die Ohren. Auf die Nase. Hinein.

Gedichte tanzen, hüpfen, trallala… Ein Gedicht ist eben auch Musik, der in jeder Sprache steckende Takt und Klang.

Ein Gedicht kann auch ganz still sein.

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